Knagge
Prosa-Definition¶
Eine Knagge ist eine Bauteilrolle in Form eines dreieckigen Vollholz-Blocks, dessen Geometrie über (a) einen Pfosten-Anker — eine Verzapfungs- oder Stirn-Verbindung an einem lotrechten oder geneigten stützenden Bauteil — und (b) eine Auflager-Fläche für ein darüber- oder seitlich getragenes Bauteil (Deckenbalken, Pfette, Sparren) definiert ist und als Konsole Last vom getragenen Bauteil in das stützende Bauteil leitet.
Mathematische Definition¶
Sei
- B ein Bauteil im Sinne von
bauteilmit Volumen-Geometrie (geometrie ∈ 𝒢_volumen); der Bauteil-Körper ist ein konvexer dreieckiger Prisma-Block (Approximation: die geschwungene Unterseite historischer Knaggen wird in der App-Modellierung durch ihre konvexe Hülle ersetzt, die Wohldefiniertheit ist davon unabhängig — siehe Wohldefiniertheits-Block), - W das Weltkoordinatensystem mit e_z := (0, 0, 1)ᵀ als vertikale Welt-Achse,
- A_P ⊂ ℝ³ eine Pfosten-Anker-Fläche des Bauteil-Körpers von B (eine ebene Fläche des Knagge-Polyeders, an der die Verzapfung mit dem Pfosten/Ständer S anliegt) mit Stützpunkt q_P und Normaleneinheitsvektor n_hat_P ∈ S²,
- A_A ⊂ ℝ³ eine Auflager-Fläche des Bauteil-Körpers von B (eine ebene Fläche, auf der ein getragener Balken T aufliegt) mit Stützpunkt q_A und Normaleneinheitsvektor n_hat_A ∈ S²,
- S ein stützendes Bauteil (Ständer/Pfosten/geneigte Stütze) mit Bauteilachse a(S),
- T ein getragenes Bauteil (Deckenbalken, Pfette, Sparren, Riegel) mit Bauteilachse a(T),
- ε_K := Toleranzen.KOLLINEAR_EPS, ε_L := Toleranzen.LAENGE_EPS, ε_W := Toleranzen.WINKEL_EPS.
Dann heißt B eine Knagge mit Pfosten-Anker A_P am stützenden Bauteil S und Auflager-Fläche A_A für das getragene Bauteil T genau dann, wenn die folgenden Bedingungen alle erfüllt sind:
-
Volumen-Geometrie mit zwei ausgezeichneten Flächen: der Knagge-Körper trägt zwei nicht-koplanare Anker-Flächen A_P und A_A,
d. h. die beiden Normalenvektoren sind nicht kollinear. (Eine Knagge mit koplanaren Pfosten- und Auflager-Flächen wäre keine Konsole, sondern ein gewöhnlicher Balken- Abschnitt.)‖n_hat_P × n_hat_A‖ > ε_K, -
Pfosten-Anker-Inzidenz: die Pfosten-Anker-Fläche A_P liegt mit Toleranz ε_L bündig an der Bauteilachse a(S) des stützenden Bauteils, in dem Sinne, dass der Pfosten-Anker-Stützpunkt q_P bis auf ε_L auf a(S) liegt und die Normale n_hat_P rechtwinklig zu a(S) zeigt:
wobei d_hat_S der Richtungsvektor von a(S) ist.dist(q_P, a(S)) ≤ ε_L ∧ |⟨n_hat_P, d_hat_S⟩| ≤ ε_K, -
Auflager-Fläche horizontal oder schwach geneigt: die Auflager-Fläche A_A trägt einen Balken, d. h. ihre Normale n_hat_A zeigt überwiegend nach oben:
d. h. die Auflager-Fläche neigt sich um höchstens 45° gegen die Horizontale. Dieser Schwellwert ist konservativ und deckt sowohl horizontale Auflager (Deckenbalken- Konsole) als auch leicht geneigte Auflager (Sparren- Pfetten-Knagge auf einer geneigten Pfette) ab.⟨n_hat_A, e_z⟩ ≥ cos(π/4) − ε_K, -
Auflager-Inzidenz mit dem getragenen Bauteil: die Auflager-Fläche A_A trägt einen Punkt q_T der Bauteilachse a(T) des getragenen Bauteils mit Toleranz ε_L:
Insbesondere muss a(T) die Knagge berühren, nicht schneiden (Auflager-Beziehung, kein Anker).∃ q_T ∈ a(T) : dist(q_T, A_A) ≤ ε_L. -
Räumliche Trennung A_P ↔ A_A: die beiden Anker-Flächen liegen an verschiedenen Seiten des Knagge-Körpers,
d. h. Pfosten-Anker und Auflager-Stützpunkt fallen nicht zusammen.dist(q_P, q_A) ≥ ε_L, -
Kompaktheit: der Knagge-Körper-Durchmesser diam(B.koerper) := max{‖p − q‖ : p, q ∈ B.koerper} bleibt in der Praxis-Range
wobei L_max ein konservativer Praxis-Höchstwert ist (Default 800 mm, vgl. historische Fachwerk-Knaggen 40–80 cm sowie moderne Pfetten-Knaggen typisch 130/130/75 mm bis 200/200/120 mm). Größere dreieckige Holzblöcke werden konstruktiv als Strebe-Sub-Lesart oder als Verstärkungselement geführt, nicht als Knagge.ε_L < diam(B.koerper) < L_max,
Wesentliche abgeleitete Größen:
- Knagge-Volumen: V_K := vol(B.koerper) (in mm³); für klassische Dreieck-Prismen-Knaggen ist V_K = ½ · a · b · t mit Schenkellängen a, b und Tiefe t in Pfosten-Wand- Richtung.
- Anker-Achsen-Winkel: ϑ := arccos(|⟨n_hat_P, n_hat_A⟩|), Winkel zwischen Pfosten-Anker-Normale und Auflager-Normale; Default-Wert im historischen Fachwerk ~45° (gleichschenklige Dreieck-Knagge), Praxis-Range 30°–60°.
- Auflager-Fläche-Inhalt: A := area(A_A) (in mm²), trägt die Reibungs- und Auflagerdruck-Kapazität nach DIN 1052 §12.5.
Wohldefiniertheit¶
- Existenz: jeder konvexe dreieckige Holzblock mit zwei nicht-koplanaren ausgezeichneten Anker-Flächen (Verzapfung
- Auflager) am stützenden bzw. getragenen Bauteil ist Standardbeispiel. Sowohl die historische Fachwerk-Kragetage als auch die moderne Pfetten-Kippsicherung (DIN 1052 §12.5) realisieren diese Geometrie.
- Eindeutigkeit der Anker-Flächen: A_P und A_A sind zwei ausgezeichnete Faces des Knagge-Polyeders; die Auswahl ist im konstruktiven Modell explizit (Konstruktor-Parameter, nicht über Heuristik). Die Auswahl ist eindeutig, sobald die Knagge angelegt wird; eine Knagge mit verwechselbaren Anker-Flächen (etwa ein gleichschenkliges Dreieck mit beiden Schenkel-Flächen als möglichen Pfosten-Ankern) ist im Modell durch die Konstruktor-Wahl disambiguiert.
- Unabhängigkeit der Definition von der Unterseiten- Krümmung: historische Knaggen haben eine geschwungene oder gerundete Unterseite (Wikipedia/Knagge), die in der App- Modellierung durch ihre konvexe Hülle ersetzt wird. Die Bedingungen 1–6 betreffen ausschliesslich die beiden Anker- Flächen A_P und A_A sowie den Körper-Durchmesser; die Detail-Geometrie der dritten (Hypotenuse-)Seite ist für die Konsolen-Funktion irrelevant und kann beliebig (konvex hülle, geschwungen, gerade) sein, ohne die Klassifikation als Knagge zu verändern. Das ist die Wohldefiniertheit gegen Detail-Geometrie-Wahl der Knagge.
- Konsistenz mit
hg_bauteil.md: Alle Bedingungen ausbauteil(eindeutige Identität, Geometrie, Werkstoff, Lage in W) sind erfüllt; die Bauteilrolle „Knagge" ergänzt die Konsolen-Constraints 1–6 und führt eine Volumen-Geometrie ein (siehe Quellenkonflikt-Block (1)). - Abgrenzung zu Stab-Bauteilrollen: jede Stab-
Bauteilrolle (Strebe, Kopfband, Fussband, Pfette, Riegel,
Ständer) trägt
bauteilachsein der Voraussetzungs-Liste und damit eine dominante Stab-Achse. Die Knagge hat keine solche Achse; jeder Versuch, eine Knagge als Strebe oder Kopfband zu klassifizieren, schlägt an der Bauteilachse- Existenz-Prüfung fehl. Konsistenz: kein Bauteil ist gleichzeitig Knagge und Strebe/Kopfband/Fussband. - Abgrenzung zur Stahl-Knagge: industrielle Stahl-
Verbinder mit „Knagge"-Markenamen sind Verbindungsmittel
oder Verbinder im Sinne der Element-Ontologie (Memory
project_element_ontologie), nicht Bauteile. Die App- Element-Hierarchie unterscheidet beide Klassen; eine Stahl-„Knagge" wird in der App nicht als Knagge-Bauteilrolle klassifiziert. - Faktor in der Auflager-Neigung (45°-Schwelle): die
Schwelle
cos(π/4) − ε_Kin Bedingung 3 ist konservativ; sie deckt sowohl horizontale Auflager (klassische Deckenbalken-Konsole, ⟨n_hat_A, e_z⟩ ≈ 1) als auch geneigte Auflager (Sparren-Pfetten-Knagge auf einer 30°-Dachpfette, ⟨n_hat_A, e_z⟩ ≈ 0.87) ab. Steilere Auflager-Neigungen sind konstruktiv unüblich und werden konservativ ausgeschlossen. - Nicht-Zirkularität: Die Definition stützt sich nur auf
bereits definierte Begriffe (
bauteil,ebene,weltkoordinatensystem,toleranzen) sowie auf die Voraussetzungs-Begriffe vonbauteil(werkstoff,geometrieals sealed-Hierarchie). Forward-Verweise (konsole,auflager,aufschiebling,deckenbalken,verbindungsmittel,mann,andreaskreuz) sind nach HG_KONVENTIONEN.md §6 zulässig.
Erläuterung (nicht normativ)¶
Die Knagge ist im DACH-Holzbau die Holz-Konsole — ein kompakter dreieckiger Vollholz-Block, der vom stützenden Pfosten/Ständer aus vorspringt und einen darüber- oder seitlich gelagerten Balken (Deckenbalken, Pfette, Sparren) trägt. Sie ist kein Stab-Bauteil und kein Verbindungsmittel, sondern ein eigenständiges Bauteil mit Volumen-Geometrie — die erste seiner Art in diesem Glossar (siehe Quellenkonflikt-Block (1)).
Funktion¶
Die Knagge leistet zwei konstruktive Aufgaben:
- Konsolen-Funktion (primär): Lastübergabe vom getragenen Bauteil in das stützende Bauteil parallel zur Pfosten- Achse. Wikipedia/Konsole (Bauwesen): „vorspringendes Tragelement"; immoportal.com: „Konsole, die die Schubkräfte eines Balkens in ein parallel versetztes Bauteil leitet". Der getragene Balken/die getragene Pfette liegt auf der Knagge-Oberseite auf; die Auflagerlast wird durch das Knagge-Dreieck in den Pfosten geleitet.
- Aussteifungs-Funktion (sekundär): in Mehr-Knaggen-Anordnungen (z. B. zwei Knaggen je Pfosten, einseitig oder beidseitig) leistet die Knagge zusätzlich eine Wand-Eckaussteifung ähnlich dem Kopfband. Diese Funktion ist im Korpus untergeordnet (BauNetz-Snippet: „kompaktes Stützelement zur Aufnahme und Weiterleitung von Druckkräften, oft parallel zum Haupt-Tragelement wirkend").
Sub-Lesarten — Hauptlesarten und feinere Varianten¶
Im DACH-Holzbau-Korpus sind zwei Hauptlesarten belegt, die
im Code-Pendant durch das KnaggeLesart-Enum getrennt werden:
-
FACHWERK_KONSOLE(historisch, Kragetage): die klassische Fachwerk-Knagge stützt einen vorkragenden Deckenbalken vom unteren Pfosten ab; obere Etage kragt über die untere hinaus. Mitteleuropäische und nordeuropäische Fachwerkfassaden, ca. 14.–17. Jh. Wikipedia/Knagge: „in Mitteleuropäischen und nordeuropäischen Fachwerkfassaden mit auskragenden Geschossen, unter den überstehenden Bereichen positioniert". -
DACHSTUHL_KIPPSICHERUNG(modern, Sparren-Pfette): die moderne Knagge sichert die Pfette gegen Kippen auf einer geneigten Stütze oder am Sparren — D.I.E.-Statik-Doku (DIN 1052:2004-08 §12.5): „horizontale Lastaufnahme und Kippsicherung von Pfetten auf geneigten Trägern und Stützen". Tabelle 10 trägt Nagelabstände, Mindestholzdicke t₁,req für die Verbindung.
Feinere Sub-Lesarten werden nicht als Enum-Werte geführt,
sondern als erlaeuterung:-Hinweise:
- Hängeknagge: dekorative Sub-Lesart in der
Fachwerk-Konsole, „erscheinen, als hingen sie am Mauerwerk"
(Wikipedia/Knagge-Fachwerk). Strukturell weiterhin
FACHWERK_KONSOLE, aber mit dekorativer Anordnung. - Geschwungene Knagge vs. moderne Knagge mit gerader Unterseite: Detail der Hypotenuse-Geometrie (Wohldefiniertheits- Block); für die Klassifikation irrelevant.
- Kopfwinkelholz-Lage: süddeutsche Sonderform am
Eck-Ständer (Wikipedia/Knagge-Fachwerk); in
abgelehnte_benennungen:als alleinstehende Bauteil- Benennung wegen Korpus-Mehrdeutigkeit (Quellenkonflikt- Block (4)). - Fußwinkelholz-Lage (am Pfosten-Fuss in Fussband-
Position): geometrisch eine Knagge in Fussband-Lage
(Wikipedia/Fußband; siehe
hg_fussband.mdQuellenkonflikt- Block (4)). Strukturell weiterhin Knagge; die spezifische Lage wird über dieKnaggeLesart-Position-Komponente am Code-Pendant getragen.
Anschluss-Geometrie¶
- Pfosten-Anker (A_P): vertikale (oder geneigte) Fläche am stützenden Bauteil, in der Praxis als Verzapfung mit Stufenfalz ausgeführt (Wikipedia/Knagge-Fachwerk: „Verstecktes Zapfenloch an der Oberseite, Stufenfalz an der Unterseite"). In der modernen Praxis (DIN 1052 §12.5) oft genagelt — die Nagelung trägt die Druck- und Schub- Lastübertragung.
- Auflager-Fläche (A_A): waagerechte oder leicht geneigte Oberseite der Knagge, auf der der getragene Balken/die Pfette aufliegt. Bei Sparren-Pfetten-Knaggen ist die Auflager-Fläche rechtwinklig zur Pfette angeordnet, um die Pfetten-Kippsicherung zu leisten.
- Hypotenuse (dritte Seite): die freie Seite, die aus dem Wandgefüge herausragt. Historisch oft geschwungen oder profiliert (Fassadenschmuck-Funktion); modern meist gerade.
Material und Dimensionen¶
- Werkstoff: Vollholz (historisch Eiche/Tanne; modern Nadelholz C24/C30 oder Eiche bei Sanierung). Stahl- „Knaggen" sind keine Knaggen im Sinne dieses Eintrags (Quellenkonflikt-Block (2)).
- Dimensionen: historische Fachwerk-Knaggen typisch Schenkel 40–80 cm bei 10–15 cm Tiefe; moderne Pfetten- Knaggen typisch 130/130/75 mm bis 200/200/120 mm (Schraubenhimmel-Katalog SPAX-Knagge 130x130x75 als Industrie-Referenz). Die App-Modellierung trägt die Dimensionen über das Bauteil-Polyeder.
CH/DE-Asymmetrie und Bauweisen-Verteilung¶
| Bauweise | Knagge typisch verwendet? |
|---|---|
| Fachwerkbau (DE/AT, historisch, Kragetagen-Region) | breit, oft geschwungen mit Fassadenschmuck-Funktion |
| Riegelbau (CH, traditionell) | als Fachwerk-Konsole selten (Kragetagen in CH unüblich); als Pfetten-Konsole im Dachstuhl belegt |
| Holzrahmenbau (modern) | im Wand selten; im Dachstuhl-Anschluss als Pfetten-Kippsicherung belegt |
| Hallenbau / Brettschichtholz | als Pfetten-Kippsicherung an geneigten Stützen oder Bindern |
| Industrielle Stahl-Verbinder (Profix, SPAX, Simpson) | „Knagge"-Marke verbreitet, aber kein Holz-Bauteil (Quellenkonflikt-Block (2)) |
Im CH-Korpus dominiert die DACHSTUHL_KIPPSICHERUNG-Lesart;
die FACHWERK_KONSOLE-Lesart ist sanierungs-spezifisch
(historischer Fachwerk-Bestand in den Berner Oberländer,
Thurgauer und Appenzeller Riegelbauten).
Konstruktive Trennlinien zu verwandten Bauteilen¶
- Kopfband (
kopfband, Welle-10-Geschwister) und Fussband (fussband, Welle-11-Geschwister): Stab- Bauteile mit Bauteilachse; die Knagge ist Volumen-Bauteil. Sechs-dimensionale Trennlinie (Quellenkonflikt-Block (3)). - Strebe (
strebe, Welle-10-Geschwister): Stab-Bauteil mit Bauteilachse; nicht Knagge. - Konsole (
konsole, Forward-Verweis, Folgearbeit Hybrid-Konstruktions-Welle): material-übergreifender Oberbegriff im Bauwesen (Stein/Stahl/Holz/Beton); Knagge ist die Holz-Spezialisierung.oberbegriff:der Knagge ist vorerstbauteil, wird bei Anlage vonhg_konsole.mdaufkonsolemigriert (Quellenkonflikt-Block (5)). - Auflager (
auflager, Forward-Verweis): generisches Auflager-Konzept; die Knagge trägt ein Auflager auf ihrer Oberseite (A_A in der mathematischen Definition). Auflager und Knagge sind komplementär: das Auflager ist die abstrakte Beziehung, die Knagge das konkrete Bauteil, das das Auflager realisiert. - Pfette (
pfette) und Sub-Lesarten (firstpfette,mittelpfette,fusspfette): das getragene Bauteil imDACHSTUHL_KIPPSICHERUNG-Anwendungsfall. Die Knagge trägt nicht die Pfette als Bauteilrolle, sondern stützt sie am Auflagerpunkt. - Unterzug / Deckenbalken (
unterzug,deckenbalken, Forward-Verweise): das getragene Bauteil imFACHWERK_KONSOLE-Anwendungsfall (historische Kragetage). Folgearbeit-Trigger bei Geschossdecken-Welle. - Ständer / Pfosten (
staender,pfostenals Synonym): das stützende Bauteil; trägt den Pfosten- Anker A_P der Knagge an seiner Bauteilachse. - Aufschiebling (
aufschiebling, Forward-Verweis, Folgearbeit Dachstuhl-Welle): verwandtes Volumen-Bauteil im Dachstuhl — kurzer Holzklotz mit zwei Auflager-Flächen, ähnliche Geometrie-Klasse wie Knagge. Trigger für die zweite Volumen-Bauteilrolle im Hauptglossar. - Verbindungsmittel (
verbindungsmittel, Forward- Verweis): industrielle Stahl-Knaggen (Profix, SPAX, Simpson) gehören in diese Element-Klasse, nicht inbauteilrolle(Quellenkonflikt-Block (2)). - Mann (
mann, Forward-Verweis): die Knagge ist nicht Mitglied einer Mann-Figur (Quellenkonflikt-Block (9)); Mann-Figuren sind reine Stab-Komposition. - Andreaskreuz (
andreaskreuz, Forward-Verweis): Aggregat zweier sich kreuzender Streben; keine Knaggen.
Andere Bedeutungen / Englisch¶
knee,console,corbel: Anglizismen für Konsole bzw. Knagge. Im DE-Korpus mehrdeutig (knee = Knie / Kniestrebe), abgelehnt.- „Schaftknagge": spezialisierte Stem-Knagge in der Schifffahrt (Schleusen-Tore); Wikipedia/Knagge erwähnt sie als nicht-Holzbau-Lesart. Abgelehnt.
- „Stahl-Knagge" / „Profix-Knagge" / „SPAX-Knagge":
industrielle Stahl-Verbinder; Element-Klasse
verbindungsmittel, nichtbauteilrolle(Quellenkonflikt-Block (2)). Abgelehnt. - „Kopfband" / „Bug" / „Kopfbüge": Stab-Bauteile, geometrisch andere Klasse (Quellenkonflikt-Block (3)). Abgelehnt.
- „Kopfwinkelholz": korpus-mehrdeutig (mal Kopfband, mal
Knagge); abgelehnt symmetrisch zu
hg_kopfband.md(Quellenkonflikt-Block (4)). - „Fußwinkelholz" / „Fusswinkelholz": Lage-Variante der Knagge am Pfosten-Fuss, nicht eigene Bauteilbenennung (Quellenkonflikt-Block (6)). Abgelehnt als alleinstehende Bauteil-Benennung.
Beziehungen¶
- Oberbegriff:
bauteil(Folgearbeit: nach Anlagehg_konsole.mdaufkonsoleanpassen — Quellenkonflikt- Block (5)). Die Knagge ist ein Bauteil mit Volumen- Geometrie und der zusätzlichen Rolle „Knagge" plus den Konsolen-Constraints 1–6. - Bestandteile (partitiv, vom Bauteil geerbt):
- Bauteilkörper (Volumen-Polyeder, kein Stab mit Achse): konvexer dreieckiger Block;
- Pfosten-Anker-Fläche A_P (ausgezeichneter Face des Polyeders);
- Auflager-Fläche A_A (ausgezeichneter Face des Polyeders, nicht koplanar zu A_P);
- Werkstoff (Vollholz, Festigkeitsklasse C24/C30 bzw. Eiche bei Sanierung);
- Faserrichtung (Annotation, Default ‖ a(S), also parallel zur stützenden Pfosten-Achse — damit die Knagge parallel zur Faser des Pfostens stehen kann; Korpus- Konvention nach Mönck/Rug).
- Lesart-Annotation (Merkmal an der Knagge, Hauptlesart- Trennung):
- Knagge-Lesart (
KnaggeLesart-Enum): Wert aus { FACHWERK_KONSOLE, DACHSTUHL_KIPPSICHERUNG, UNSPEZIFIZIERT } (siehe Implementierungs-Hinweis). - Verwendung / Beziehung zu anderen Bauteilen:
- Stützendes Bauteil (Ständer/Pfosten/geneigte Stütze): trägt den Pfosten-Anker A_P.
- Getragenes Bauteil (Deckenbalken, Pfette, Sparren): liegt auf der Auflager-Fläche A_A.
- Abgrenzung:
- Kopfband (
kopfband, Welle-10-Geschwister): Stab- Bauteil mit Bauteilachse; nicht Knagge. - Fussband (
fussband, Welle-11-Geschwister): Stab-Bauteil mit Bauteilachse; nicht Knagge. - Strebe (
strebe, Welle-10-Geschwister): Stab-Bauteil. - Bug / Kopfbüge / Achselband: Synonyme zu
Kopfband, kein eigener Eintrag; in
abgelehnte_benennungen:aufgenommen. - Konsole (
konsole, Forward-Verweis): material- übergreifender Oberbegriff. - Auflager (
auflager, Forward-Verweis): generische Auflager-Beziehung, die die Knagge realisiert. - Pfette und Sub-Lesarten (
pfette,firstpfette,mittelpfette,fusspfette): getragenes Bauteil. - Unterzug / Deckenbalken (Forward-Verweise): getragenes Bauteil in historischer Kragetage.
- Ständer / Pfosten / Rähm / Schwelle: stützende oder benachbarte Bauteile.
- Aufschiebling (
aufschiebling, Forward-Verweis): verwandtes Volumen-Bauteil. - Verbindungsmittel (
verbindungsmittel, Forward- Verweis): Stahl-„Knaggen" gehören dort hin, nicht hier. - Mann / Andreaskreuz (Forward-Verweise): Stab-Aggregate ohne Knagge-Mitgliedschaft.
- Bauteil (
bauteil): die Knagge ist eine Spezialisierung mit Volumen-Geometrie und Konsolen- Constraints.
Implementierungshinweis¶
Datentyp (Domänen-Schicht, Kotlin, Schicht domain.bauteil):
package domain.bauteil
import domain.Toleranzen
import domain.bauteil.Bauteil
import domain.bauteil.Bauteilgeometrie
import domain.geometrie.Ebene
import domain.geometrie.Einheitsvektor
import domain.geometrie.Polygon
import domain.geometrie.Punkt
import kotlin.math.abs
import kotlin.math.acos
import kotlin.math.cos
import kotlin.math.PI
/**
* Knagge als Bauteilrolle: dreieckiger Vollholz-Block, der
* vom stützenden Pfosten/Ständer aus konsolenartig
* vorspringt und einen darüber- oder seitlich getragenen
* Balken (Deckenbalken, Pfette, Sparren) trägt.
*
* Glossar: hg_knagge.md
*
* Konstitutive Eigenschaft: die Knagge ist die ERSTE
* Bauteilrolle im Hauptglossar mit Volumen-Geometrie statt
* Stab-Geometrie — sie etabliert das Muster für künftige
* Volumen-Bauteilrollen (Aufschiebling, Spielleisten,
* Konsolen-Klötze). Voraussetzungs-Liste enthält NICHT
* `bauteilachse`, sondern definiert Geometrie über zwei
* ausgezeichnete Anker-Flächen am Bauteil-Polyeder.
*
* Industrielle Stahl-„Knaggen" (Profix, SPAX, Simpson) sind
* KEINE Knaggen im Sinne dieses Eintrags — sie gehören in die
* Element-Klasse `verbindungsmittel`. Memory
* `project_element_ontologie`: Bauteil / Verbindungsmittel /
* Verbinder / Verstärkungselement als Geschwister.
*/
data class Knagge(
val bauteil: Bauteil,
/**
* Pfosten-Anker-Fläche: ausgezeichneter Face des
* Knagge-Polyeders, an dem die Verzapfung mit dem
* stützenden Pfosten/Ständer anliegt.
*/
val pfostenAnker: Polygon,
/**
* Auflager-Fläche: ausgezeichneter Face des
* Knagge-Polyeders, auf dem der getragene Balken/die
* Pfette aufliegt.
*/
val auflagerFlaeche: Polygon,
/** Hauptlesart der Knagge. Default UNSPEZIFIZIERT. */
val lesart: KnaggeLesart = KnaggeLesart.UNSPEZIFIZIERT,
) {
/**
* Pfosten-Anker-Normale: nach aussen weisender
* Einheitsvektor der Pfosten-Anker-Fläche.
*/
val pfostenAnkerNormale: Einheitsvektor
get() = pfostenAnker.normale
/**
* Auflager-Normale: nach oben weisender Einheitsvektor
* der Auflager-Fläche.
*/
val auflagerNormale: Einheitsvektor
get() = auflagerFlaeche.normale
/**
* Anker-Achsen-Winkel ϑ = arccos(|⟨n_hat_P, n_hat_A⟩|),
* Default ~45° bei gleichschenkliger Dreieck-Knagge.
*/
fun ankerAchsenWinkel(): Double {
val cosTheta = abs(pfostenAnkerNormale dot auflagerNormale)
return acos(cosTheta.coerceIn(0.0, 1.0))
}
/**
* Auflager-Neigungs-Prädikat: Bedingung 3 aus
* hg_knagge.md (Auflager-Fläche höchstens 45° gegen
* Horizontale geneigt).
*/
fun istAuflagerSchwachGeneigt(
eps: Double = Toleranzen.KOLLINEAR_EPS,
): Boolean {
val nz = auflagerNormale.z
return nz >= cos(PI / 4.0) - eps
}
}
/**
* Hauptlesart einer Knagge im DACH-Holzbau-Korpus. Trennt
* die zwei dominanten Anwendungsfälle; feinere
* historisch-dekorative Sub-Lesarten (Hängeknagge,
* Kopfwinkelholz-Lage, Fußwinkelholz-Lage) sind
* `erlaeuterung:`-Hinweise im Glossar, nicht Enum-Werte
* (siehe hg_knagge.md Quellenkonflikt-Block (6)).
*
* Glossar: hg_knagge.md (siehe Erläuterung „Sub-Lesarten").
*/
enum class KnaggeLesart {
/**
* Historische Fachwerk-Knagge (Kragetage): stützt einen
* vorkragenden Deckenbalken vom unteren Pfosten ab.
* Mitteleuropäische und nordeuropäische Fachwerkfassaden,
* ca. 14.–17. Jh.
*/
FACHWERK_KONSOLE,
/**
* Moderne Dachstuhl-Knagge (Sparren-Pfetten-Anschluss):
* sichert die Pfette gegen Kippen auf einer geneigten
* Stütze oder am Sparren. Bemessung nach DIN
* 1052:2004-08 §12.5 (Tabelle 10 Nagelabstände,
* Mindestholzdicke t₁,req).
*/
DACHSTUHL_KIPPSICHERUNG,
/** Lesart nicht zugewiesen (Default). */
UNSPEZIFIZIERT,
}
sealed class KnaggeEntartet {
object KeinVolumenkoerper : KnaggeEntartet()
object AnkerFlaechenKoplanar : KnaggeEntartet()
object PfostenAnkerNichtBeiPfosten : KnaggeEntartet()
object PfostenAnkerNormaleParallelZuAchse : KnaggeEntartet()
object AuflagerZuSteilGeneigt : KnaggeEntartet()
object KeinGetragenesBauteil : KnaggeEntartet()
object AnkerStuetzpunkteIdentisch : KnaggeEntartet()
object KoerperZuKlein : KnaggeEntartet()
object KoerperZuGross : KnaggeEntartet()
}
- Einheit: Längen in mm (Double), Flächen in mm², Volumen in mm³, Winkel intern in Radiant.
- Identität:
BauteilIdaus dem zugrunde liegenden Bauteil (Memoryproject_bauteil_identifikation). - Geometrie-Klasse:
Bauteilgeometrie.Volumen(nicht.Stab) — siehe Quellenkonflikt-Block (1). Die App- Code-Schicht muss die sealed-HierarchieBauteilgeometrieum die Volumen-Variante erweitern, falls noch nicht geschehen (vermutlich Folgearbeit beim ersten Volumen-Bauteilrollen-Pendant). - Invarianten (in der Factory
knaggeAusBauteil(...)prüfen, bei VerletzungResultat.FehlermitKnaggeEntartet-Variante; niemals Exception): - Bauteil-Geometrie vom Typ
Bauteilgeometrie.Volumen. - Bauteil-Polyeder existiert und ist nicht entartet —
sonst
KeinVolumenkoerper. - Anker-Flächen nicht koplanar:
‖n_hat_P × n_hat_A‖ > Toleranzen.KOLLINEAR_EPS — sonst
AnkerFlaechenKoplanar. - Pfosten-Anker-Stützpunkt q_P auf der Pfosten-
Bauteilachse a(S) (Punkt-Gerade-Abstand ≤
Toleranzen.LAENGE_EPS) — sonst
PfostenAnkerNichtBeiPfosten. - Pfosten-Anker-Normale rechtwinklig zur Pfosten-Achse:
|⟨n_hat_P, d_hat_S⟩| ≤ Toleranzen.KOLLINEAR_EPS — sonst
PfostenAnkerNormaleParallelZuAchse. - Auflager-Fläche schwach geneigt:
⟨n_hat_A, e_z⟩ ≥ cos(π/4) − Toleranzen.KOLLINEAR_EPS —
sonst
AuflagerZuSteilGeneigt. - Auflager-Inzidenz mit getragenem Bauteil: dist(a(T),
A_A) ≤ Toleranzen.LAENGE_EPS für ein gewähltes
getragenes Bauteil T — sonst
KeinGetragenesBauteil. - Anker-Stützpunkt-Trennung: dist(q_P, q_A) ≥
Toleranzen.LAENGE_EPS — sonst
AnkerStuetzpunkteIdentisch. - Körper-Durchmesser in der Praxis-Range:
Toleranzen.LAENGE_EPS < diam(körper) — sonst
KoerperZuKlein. - diam(körper) < 800 mm (Default-Höchstwert; im
Konfiguration-Objekt konfigurierbar) — sonstKoerperZuGross. - Edge Cases:
- Eckknagge am Eckständer: zwei Knaggen an demselben
Pfosten, eine pro angeschlossener Wandrichtung. Zwei
eigenständige
Knagge-Instanzen. - Fachwerk-Konsole mit geschwungener Unterseite: die
Hypotenuse-Seite des Knagge-Polyeders ist konvex
gekrümmt; im App-Modell durch ihre konvexe Hülle
approximiert (Wohldefiniertheits-Block). Die geschwungene
Detail-Geometrie kann optional als
dekoration- Annotation am Bauteil geführt werden. - Pfetten-Knagge an geneigter Pfette: die Pfette
selbst ist horizontal oder leicht geneigt; die Knagge
sitzt rechtwinklig zur Pfetten-Längsrichtung am Sparren-
oder Stützen-Auflager.
lesart = DACHSTUHL_KIPPSICHERUNG. - Doppel-Knagge je Pfosten: zwei Knaggen am gleichen Pfosten, oft auf beiden Wandrichtungen oder oben/unten am gleichen Auflager-Bauteil. Zwei eigenständige Instanzen, keine Aggregat-Beziehung.
- Hängeknagge: dekorative Sub-Lesart mit
nach-unten-gerichteter Hypotenuse, statisch weiterhin
Konsole.
lesart = FACHWERK_KONSOLE, dekorative Note als Annotation. - Knagge am Pfosten-Fuss in Fussband-Lage
(Fußwinkelholz): geometrisch eine Knagge, deren Pfosten-
Anker am Pfosten-Fuss und deren Auflager-Fläche am
unteren Längsholz (Schwelle) sitzt. Wohldefiniert nach
Bedingungen 1–6; die App-Klassifikation bleibt Knagge
(siehe
hg_fussband.mdQuellenkonflikt-Block (4)). - Sehr kleine Knagge (diam < 100 mm): konstruktiv untypisch, geometrisch toleriert.
- Abgeleitete Eigenschaften (als Funktionen):
volumen(): Double— V_K = vol(körper).auflagerflaecheninhalt(): Double— A = area(A_A).stuetzendesBauteil(t: Tragwerk): Bauteil?— der Pfosten/Ständer, dessen Bauteilachse durch q_P verläuft.getragenesBauteil(t: Tragwerk): Bauteil?— der Deckenbalken/die Pfette, dessen Bauteilachse die Auflager-Fläche berührt.- Bezeichner-Konvention (CLAUDE.md): Klasse heißt
Knagge(deutsch, Glossarbegriff); Lesart-Enum heißtKnaggeLesart. Spezialisierungs-Subtypen sind nicht vorgesehen — feinere historisch-dekorative Sub-Lesarten bleiben Erläuterungs-Hinweise im Glossar. - Folgearbeit-Trigger (für
_FOLGEARBEITEN_*.mdoder die jeweils einschlägige Welle-Planung): hg_konsole.md: material-übergreifender Oberbegriff (Stein/Stahl/Holz/Beton); Trigger Hybrid-Konstruktions- Welle. Bei Anlageoberbegriff:der Knagge aufkonsolemigrieren (Quellenkonflikt-Block (5)). Eintrag in HG_KONVENTIONEN §6-(A)-Tabelle bei der nächsten Pflege.hg_aufschiebling.md: zweite Volumen-Bauteilrolle im Hauptglossar; verwandter Volumen-Block im Dachstuhl- Kontext. Trigger Dachstuhl-Welle / erste Aufschiebling- Modellierung. Knagge dient als Vorbild für das Voraussetzungs-Muster ohnebauteilachse.- Stahl-Knagge (
verbindungsmittel-Familie): bei erster Modellierung industrieller Stahl-Holzbauverbinder eigene Bauteilklassen-Hierarchie (Profix-Reihe, SPAX- Reihe, Simpson-KNAG-Reihe). Element-Ontologie-Memoryproject_element_ontologieist Leitfaden. hg_deckenbalken.mdundhg_unterzug.md: das getragene Bauteil im historischen Kragetagen-Anwendungsfall. Trigger Geschossdecken-Welle.- SIA-265-Verifikation: bei Volltext-Zugriff (Eric) SIA 265:2021 §1.1 und §8 (Anschlüsse) direkt prüfen (Quellenkonflikt-Block (8)).
- DIN-1052-§12.5-Verifikation: D.I.E.-Statik-Doku
liefert via die.de bereits die §12.5-Volltext-Inhalte
(Tabelle 10, t₁,req); bei Bedarf separater
Verifikations-Trigger im
_FOLGEARBEITEN_*.md. - BauNetz-Wissen-Direkteinsicht: Browser-Direktblick
durch Eric bei
baunetzwissen.de/glossar/k/knagge-...(Block-Signal, Quellenkonflikt-Block aushg_kopfband.mdWelle 10 übertragen). - Bauteilgeometrie.Volumen-Code-Erweiterung: bei
erster Implementierung dieser Klasse die sealed-
Hierarchie
Bauteilgeometrieum die Volumen-Variante erweitern, falls noch nicht geschehen. Knagge ist die erste Verwendung dieses Codepfads.
Quellen¶
Primär (normativ):
- SIA 265:2021, „Holzbau", Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich, §1.1 Fachausdrücke und §8 (Anschlüsse) [via: Lignum-Pressemitteilung 2021].
- DIN EN 1995-1-1:2010-12, „Eurocode 5: Bemessung und Konstruktion von Holzbauten – Teil 1-1".
- DIN 1052:2004-08, „Entwurf, Berechnung und Bemessung von Holzbauwerken", §12.5 „Sparrenauflager Pfette mit Knagge" mit Tabelle 10 (Nagelabstände, Mindestholzdicke t₁,req). [via: die.de Sparren-Pfette-Knagge-Dokumentation, DIN-1052-§12.5-Inhalt im Volltext]
- Wikipedia, Lemma „Knagge", de.wikipedia.org/wiki/Knagge (abgerufen 2026-05-15). [direkt]
- Wikipedia, Lemma „Knagge (Fachwerk)", de.wikipedia.org/wiki/Knagge_(Fachwerk) (abgerufen 2026-05-15). [direkt]
- Wikipedia, Lemma „Konsole (Bauwesen)", de.wikipedia.org/wiki/Konsole_(Bauwesen) (abgerufen 2026-05-15). [direkt]
- Thesaurus Traditioneller Holzbau (TTH), RWTH Aachen, Lemma „Kopfband" (Begriff-ID 832) mit verwandtem Term „Knagge". thesaurus-traditioneller-holzbau.net. [direkt]
- BauNetz Wissen, Glossar-Holz, Lemma „Knagge" (baunetzwissen.de/glossar/k/knagge-6629379) und Glossar-Geneigtes-Dach (baunetzwissen.de/glossar/k/ knagge-5397378, abgerufen 2026-05-15, WebFetch 403; Snippet-Inhalte aus WebSearch). [einsicht: snippet]
- D.I.E. Statik-Software, „Sparrenauflager Pfette mit Knagge nach EN 1995-1-1", die.de/dokumentation/holzbau-dach/technik/anschluss/ en1995-1-1/sparren-pfette-knagge.html (abgerufen 2026-05-15). [direkt]
Sekundär:
- Lignum: Pressemitteilung 2021 — Anwendungshilfen für neue SIA-Norm Holzbau. lignum.ch/auf_einen_klick/news/.
- Lignum (Hrsg.): Holzbautabellen HBT 1 (2024). Lignum, Zürich.
- Mönck, W.; Rug, W.: Holzbau – Bemessung und Konstruktion.
- Auflage, Beuth, Berlin 2015.
- Natterer, J.; Herzog, T.; Volz, M.: Holzbau-Atlas.
- Auflage, Birkhäuser, Basel 2003.
- Gerner, M.: Fachwerk – Instandsetzung, Sanierung, Neubau. DVA, 7. Auflage 2007.
- Großmann, R.: Konstruktionen des deutschen Fachwerkbaus. 1987 (TTH-Primärquelle).
- Wikipedia, Lemmata „Fußband" und „Mann (Fachwerk)".
- Monumente Online / DVA: „Was ist eine Knagge?" Ausgabe 2014/4.
- Informationszentrum Umgebindehaus, HS Zittau/Görlitz: „Schäden an Kopfbändern und Knaggen", umgebindehaus.hszg.de/service/sanierungshandbuch.
- bilp.de: „Arten von Knaggen" und „Herstellung und Befestigung einer Knagge", holzbau.bilp.de/anleitung-dachkonstruktion/knagge/.
- landschaftzukunftev.de: „Kopfband und Knagge – Unterschiedliche Bauweisen.pdf".
- immoportal.com: Glossar „Knagge".
- Profix AG (CH): shop.profix.swiss Holzbauverbinder „Knagge" (Stahl-Verbinder, Quellenkonflikt-Block (2)).
- Schraubenhimmel: SPAX-Knagge 130x130x75, schraubenhimmel.de/branchen/zimmerei/knaggen.
- Simpson Strong-Tie: Winkelverbinder KNAG, strongtie.de/de-DE/produkte/winkelverbinder-knag.
- S+S ABBUND Wiki: „Knagge für alle Profile", wiki.abbund.com.
Korpus (nicht autoritativ):
- fachwerk.de Forum.
- kulturdenkmalhaus.de Glossar Umgebindehaus.
- Recherche-Bericht:
docs/recherche/2026-05-15_fussband_knagge.md. - Recherche-Bericht (Vorgänger):
docs/recherche/2026-05-15_strebe_kopfband_bug.md(Welle 10, §F.2 Abgrenzung Kopfband ↔ Knagge).