Holzbau-Glossar¶
In einer Welt, in der Information frei und Begriffe exakt sind, lässt sich leichter Schönes bauen. Dieses Glossar will Begriffe rund um den Holzbau möglichst präzise definieren — und die Ergebnisse frei für jeden verfügbar machen.
Was dieses Glossar kann¶
- Begriffe normativ belegen. Jede Definition stützt sich auf überprüfbare Quellen (SIA, DIN, EN, ÖNORM, Lignum HBT, anerkannte Lehrbücher). Wo Direkteinsicht in die Norm möglich war, ist das ausdrücklich markiert; wo nicht, ist die Sekundärquelle benannt.
- Begriffe gegeneinander abgrenzen. Pro Eintrag werden Geschwister-Begriffe explizit aufgezählt, mit klarer Trennung. Was oft mit einem anderen Wort verwechselt wird, steht als „abgelehnte Benennung" sichtbar daneben.
- Quellen-Konflikte explizit machen. Wenn die Norm-Quelle und die Lehrbuch-Tradition auseinanderlaufen, wird der Konflikt nicht verschwiegen, sondern als Block dokumentiert und entschieden.
- DACH-Sprache ernst nehmen. Schweizer, deutsche und österreichische Benennungen kommen vor, regionale Varianten werden als Synonyme aufgenommen — nicht als „falsch" abgetan.
- Frei nutzbar bleiben. Inhalte unter CC BY 4.0: Übernahme in Lehrbücher, Schulungs-Skripte, kommerzielle Werkzeuge (cadwork, ArchiCAD, SketchUp), wissenschaftliche Arbeiten und Forschungs-Pipelines — ohne separate Lizenz.
- Persistent zitierbar sein. Jedes Release bekommt einen
DOI über Zenodo (CERN, ≥ 20 Jahre Aufbewahrung). Die
Adresse gilt auch dann noch, wenn
holzbau-glossar.cheinmal nicht mehr erreichbar wäre. - Maschinenlesbar sein. Eine statische JSON-API liefert alle Einträge, Synonyme und Beziehungen für Apps, IDE-Plugins und Forschungs-Pipelines — ohne Token, ohne Anmeldung.
- Zwei Lese-Schichten anbieten. Das Hauptglossar trägt die präzise normative Definition (Forschung, Normungs-Arbeit). Das Subglossar paraphrasiert dieselbe Begriffsfassung in zugänglicher Sprache (Ausbildungs-Stufen Schnuppi, Lehrling, Polier, Meister) — mit SVG-Skizzen und benannten Praxis-Beispielen.
- Transparent über die eigene Methode sein. Welle-Workflow, Quellen-Disziplin, Recherche-Standard und die volle Hauptglossar-Konventionsdatei sind unter Methode öffentlich einsehbar. Auch der Privacy-Stand der Webseite selbst ist bei jedem Build neu maschinell belegt.
Was es nicht kann¶
- Kein Holzbau-Lehrbuch. Das Glossar definiert Begriffe; es lehrt den Holzbau nicht systematisch vom Sparren-Aufmaß bis zum Dachstuhl. Für Lehrgang und Schulbuch sind weiter Tibbs, Mönck/Rug, Holzbau-Atlas und die Lignum-Reihe die richtigen Adressen.
- Keine Bemessung, keine Statik. Werte werden nicht berechnet, Bauteile nicht dimensioniert. Eurocode 5, SIA 265 und die zugehörigen Software-Werkzeuge bleiben dafür zuständig.
- Keine Material-Datenblätter. Festigkeitsklassen, Quellmaße, k-mod-Werte und ähnliche Kennwerte stehen in den Normen und in Hersteller-Datenblättern, nicht hier.
- Kein Norm-Ersatz. Die zitierten Normen bleiben verbindlich. Das Glossar paraphrasiert ihre Begriffsfassung im definitorischen Kern, ersetzt aber weder Anwendungs-Regeln noch die Pflicht zur Originaleinsicht im rechtlich relevanten Fall.
- Kein Marktplatz, keine Hersteller-Empfehlung. Wo Marken-Namen fallen (cadwork, ArchiCAD), dann nur als Anwendungs-Beispiel, nicht als Kaufempfehlung. Es gibt keinen Vergleichs-Test, keine Tabelle „bester Anbieter".
- Keine Rechtsberatung. Konflikte zwischen Bauherr, Architekt und Zimmerei lassen sich nicht über Begriffsklärung lösen — das Glossar klärt die Worte, nicht die Verträge.
- Keine Vollständigkeit. Das Glossar wird wellenweise gepflegt und bleibt absehbar in Bewegung. Ein fehlender Begriff heisst nur, dass er noch nicht dran war — nicht, dass er nicht definiert werden könnte. Lücken zeigt der A-Z-Index.
Aufbau¶
Die Einträge sind in vier Cluster gegliedert, deren Schnitt sich an der IFC-Schichtung orientiert:
- Ressourcen — geometrische Primitive, Mathematik, Toleranzen.
- Kern — Element, Bauteil und andere identitätstragende Wurzeln.
- Tragwerk — Tragwerk-Aggregate, Verbindungen, werkstoffneutrale Bauteil-Wurzeln.
- Holzbau — Bauteilrollen, Werkstoffe, Dach-Anatomie und alles holz-spezifische.
Jeder Eintrag liefert zusätzlich zur HTML-Ansicht eine Markdown-, Plain-Text- und BibTeX-Quelle zum Direkt-Zitieren. Details: Methode · DOI (Zitieren) · API (Einbinden) · Lizenz.
Stand¶
Aktueller Bestand: 122 Hauptglossar-Einträge und 9 Subglossar-Einträge in vier Clustern. Das Glossar wird wellenweise erweitert; eine Welle umfasst typischerweise einen fachlich zusammenhängenden Block von Begriffen plus eine Kohärenz-Prüfung über den gesamten Bestand. Welle-Logs werden im Quellrepo geführt; das jeweils publizierte Release hängt am Versions-DOI im Footer.
Inhalte stehen unter CC BY 4.0. Concept-DOI: 10.5281/zenodo.20435319.