--- id: ferse benennung: Ferse kurz: "Die Ferse ist die hintere, tiefste Stelle am schräg eingeschnittenen Fuss einer Holzstrebe, an der sie sich fest gegen das darunterliegende Holz abstützt — ähnlich der Ferse eines Fusses." synonyme: [Brust] abgelehnte_benennungen: ["heel cut", "heel", "Ferserl", "plumb cut"] oberbegriff: versatz begriffstyp: merkmal voraussetzungen: [versatz, bauteilachse, lotebene, toleranzen] abgrenzung_zu: [versatz, stirnseite, kerve, senkel, bleischnitt, anschnitt, stirn] status: entwurf subglossar_pendant: notwendig # Begründung: die Term-Überladung Ferse↔Ferserl↔heel cut ist eine lernrelevante Verwechslung (didaktischer Kern). quellen_primär: - "DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08, Nationaler Anhang Deutschland zum Eurocode 5, NCI NA.12 'Zimmermannsmäßige Verbindungen': regelt den Versatz (Versatztiefe, Vorholzlänge, Anschnittwinkel) ohne eigene Typologie; die Lage-Bezeichnung 'Ferse' tritt nur gebunden im Fersenversatz auf. Paywall (DIN-Media); über Sekundärbeschreibungen und hgversatz.md belegt, Volltext nicht eingesehen [via: hgversatz.md / NCI NA.12-Sekundärbeschreibung]." quellen_sekundär: - "Colling, F.: Holzbau – Grundlagen, Bemessungshilfen. Springer Vieweg, Wiesbaden, §8.5 'Versätze', Bild 8.15 'Fersen-/Rückversatz': die Druckfläche des Fersenversatzes steht rechtwinklig zur Strebe (δF = β − π/2); maßgebliche Benennungs-Autorität für die ⊥-Strebe-Geometrie als Fersenversatz (s. hgversatz.md Konflikt 6). Print/Paywall, über hgversatz.md-Quellenapparat geführt [via: hgversatz.md]." - "Berner Fachhochschule (BFH) / Stiftung Denkmalpflege: 'Historische Holzverbindungen – Untersuchung des Trag- und Lastverformungsverhaltens', Leitfaden 2016, §2.1–2.5 (S. 17–20): benennt 'Stirn-, Brust- und Fersenversatz'; der ursprüngliche Versatz leitet Druck 'durch einen rechtwinkligen Schnitt an der Stirnseite' ein (rechtwinklig = ⊥ Strebe, nicht lotrecht). PDF frei, über lokalen PDF-Lesepfad eingesehen [direkt]." - "Thesaurus Traditioneller Holzbau (TTH), RWTH Aachen: führt 'Ferse' nicht als eigenständiges Lemma; nur 'Fersenversatz' (Begriff-ID 757) als leerer Stub unter Oberbegriff 'Holzverbindung'. Negativ-Befund zur Eigenständigkeit. thesaurus-traditioneller-holzbau.net, abgerufen 2026-06-03 [direkt]." - "DWDS / Pfeifer, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 'Ferse': ahd. fersna (um 800), germ. fersnō / fersni-, Grundbedeutung 'Hacke, hinterer Teil des Fußes/Strumpfes/Schuhs'. Belegt die anatomische Metapher (hinterer Teil), nicht die Bauteil-Bedeutung; nur für Erläuterung/SG-Apparat, nicht normative Definition (QUELLEN.md §5). dwds.de/wb/etymwb/Ferse, abgerufen 2026-06-03 [direkt]." quellenkonflikt: | Konflikt A — begriffstyp: merkmal ↔ oberbegriff: versatz (§3-Spannung): Die §3-Tabelle führt merkmal als „Wert/Annotation an einem Trägerbegriff" und nennt als Differenzierungs-Hilfe ausdrücklich nur die Spezialisierung eines generisch-Oberbegriffs (Beispiel bauteilkoerper unter polyeder). Der hier gewählte Oberbegriff versatz ist dagegen partitiv. Das ist eine Spannung zur unmittelbaren Lesart der Tabelle. Eigene Festlegung (konsistent mit §3): Die Asymmetrie zwischen oberbegriff: (fachliche Spezialisierungs-Linie) und begriffstyp: (strukturelle Rolle) ist nach §3 ausdrücklich „zulässig und beabsichtigt". Die Ferse ist strukturell ein **Wert ohne eigene Identität und ohne eigene Subtyp-Hierarchie** — die Lage-Achse, auf der Versatz.art = FERSE einen Wert annimmt. Sie ist damit merkmal, nicht partitiv: ein eigener partitiver Bestandteil „Ferse" mit eigener UUID existiert im Modell nicht; die Druckflächen-Geometrie lebt am versatz (art = FERSE, δ_F = β − π/2), nicht an einem separaten Träger. Der Oberbegriff versatz drückt nur aus, wo die Ferse fachlich beheimatet ist (sie tritt im Korpus ausschließlich gebunden im „Fersenversatz" auf — TTH kennt kein freistehendes Lemma „Ferse"), nicht, dass die Ferse strukturell ein Versatz-Bestandteil mit Lebenszyklus wäre. Diese Festlegung ist parallel zur §3-Erlaubnis „merkmal als Spezialisierung eines generisch-Oberbegriffs", konservativ auf einen partitiv-Oberbegriff übertragen: in beiden Fällen trägt die Spezialisierung weder GlobalId noch sealed- Hierarchie. Code-Pendant-frei (§3-Pendant-Tabelle: merkmal = nein), weil VersatzArt.FERSE bereits im Versatz-Code lebt. Konflikt B — „Ferse = senkrechter Schnitt" (importierter EN-Fehlschluss): Im englischen Birdsmouth-Kontext ist heel cut = plumb cut der lotrechte Schnitt (Wikipedia Birdsmouth joint). Wer „heel" mechanisch mit „Ferse" übersetzt und den Birdsmouth-Kontext mitnimmt, landet beim Fehlschluss „Ferse = senkrechter Schnitt". Dieser ist für den Fersenversatz falsch: dessen Druckfläche steht **rechtwinklig zur Strebe (δ_F = β − π/2), also geneigt**, nicht lotrecht (Colling §8.5; hg_versatz.md harte Invariante: δ = π/2 wäre der entartete Grenzfall, ausgeschlossen). Der lotrechte Schnitt am Fuß eines geneigten Holzes heißt im DACH-Korpus Senkel (hg_senkel.md), nie „Ferse". heel cut/plumb cut sind deshalb als abgelehnte_benennungen: geführt; sie sind das engl. Pendant zu Senkel (in der Kerve), nicht zur Ferse (im Versatz). Konflikt C — „Brust(versatz)" als Synonym vs. eigener Typ: „Brust"/„Brustversatz" ist im HG bereits zugunsten Colling als Synonym der ⊥-Strebe-Fersenversatz-Geometrie arbitriert (hg_versatz.md Konflikt 6). Die BFH-Lesart (S. 17), die „Brust-" neben „Fersenversatz" als dritten einfachen Versatz führt, und die baubeaver-Lesart (Web) sind nachrangig (QUELLEN.md §2: Lehrbuch > Berufsbildung > Web). Diese Linie wird hier nicht neu aufgerollt, sondern referenziert; „Brust" steht als Synonym der Ferse. **Konflikt D — „Ferserl" (österr./Wiener) = ganze Kerve, lexikografisch nicht belegt:** „Ferserl" ist im österr./Wiener Holzbau-Fach-Korpus (Eurotec, deutscher-bauzeiger, zimmerer-treff) Synonym für die ganze Kerve, nicht für eine Versatz-Lage. Es ist kein Synonym der Ferse und in hg_kerve.md synonyme: bereits geführt. Lexikografisch ist „Ferserl=Kerve" nicht erfasst — das DWDS kennt „Ferserl" nur als österr. Fußball-Ausdruck (Hackentrick), nicht als Holzbau-Begriff. „Ferserl" ist deshalb hier abgelehnte_benennungen: (falscher Freund, führt im CH-Holzbau nicht weiter), nicht synonyme:. --- Prosa-Definition Die Ferse ist die zur Druckstab-Innenseite weisende hintere Lage am Fuß eines geneigten Druckstabs, an der der Fersenversatz (versatz mit art = FERSE) seine zur Strebe rechtwinklige Druckfläche und seinen tiefsten Einschnitt führt. Mathematische Definition Die Ferse ist eine Lage-Position, kein eigener geometrischer Körper; ihre Geometrie ist die des Fersen-Ausschnitts in hg_versatz.md (art = FERSE) und wird hier nicht dupliziert, sondern als Position am Strebenfuß bestimmt. Sei - B der geneigte Druckstab (Strebe, Kopfband oder Sparren) mit Bauteilachse, deren Richtung in der Lotebene Π_⊥(B) den Strebenanschlusswinkel β ∈ (π/2, π) gegen die Trägerbauteil-Achse einschließt (siehe bauteilachse, versatz), - T das liegende Trägerbauteil (Schwelle, Rähm, Bundbalken, Fußpfette) mit Oberseite auf der Lokal-Höhe z = h_B, - v:= V mit pVersatz = (x0, FERSE, β, ⊥, ⊥, tF, ⊥, lv) ein Fersenversatz nach versatz (Tupel (2) dort), mit Versatztiefe tF > 0 und dem Aufsetzpunkt Q:= (x0, 0, h_B) ∈ ℝ³ — dem Schnittpunkt der Druckstab-Achse mit der Trägerbauteil-Oberseite, - A_F:= Q der Fersen-Aufsetzpunkt des einfachen Fersenversatzes und ΔVersatz(FERSE) ⊂ Π⊥(B) der Fersen-Anschnittquerschnitt nach versatz (V-Dreieck conv{AF, CF, B_F}, Druckfläche rechtwinklig zur Strebe δ_F = β − π/2, Sohle parallel zur Strebe σ = π − β). Dann ist die Ferse von v die ausgezeichnete Lage ``` Ferse(v):= (AF, êinnen) (1) ``` mit - dem Aufsetz-/Bezugspunkt A_F = Q am Strebenfuß und - der Innenrichtung êinnen — der in Π⊥(B) liegende Einheitsvektor in der Trägerbauteil-Oberseite (z = h_B), der vom Strebenfuß **firstwärts zur Druckstab-Innenseite** zeigt (entgegen der talseitigen Stirn). Damit liegt der tiefste Punkt der Fersen-Druckfläche auf der von A_F in Richtung êinnen abgetragenen Seite (Versatztiefe tF, gemessen lotrecht zur Strebe in den Träger hinein). Die Ferse ist mithin die Position ⟨Aufsetzpunkt, Innenrichtung⟩, gegen die der Fersen-Ausschnitt aus versatz orientiert ist; die Druckflächen-, Sohlen- und Werkzeugkörper-Geometrie selbst trägt hg_versatz.md, nicht dieser Eintrag. Wohldefiniertheit - Existenz/Eindeutigkeit von AF. AF = Q ist der Schnittpunkt der Druckstab-Achse mit der Trägerbauteil-Oberseite z = h_B; für jeden geneigten Druckstab (β ∈ (π/2, π), nicht parallel zur Oberseite) ist dieser Schnittpunkt eindeutig (siehe versatz, Parameter x_0). Beim doppelten Versatz (art = DOPPELT) verschiebt sich der Fersen- Aufsetzpunkt auf den Gipfel der Stirn-Sohle (hg_versatz.md); für den reinen Fersenversatz (art = FERSE), den dieser Eintrag bezeichnet, gilt A_F = Q ohne Verschiebung. - Eindeutigkeit von êinnen. In der Lotebene Π⊥(B) und in der Trägerbauteil-Oberseite (z = h_B) gibt es genau zwei zur Trägerbauteil-Achse parallele Einheitsrichtungen; ê_innen ist die firstwärtige (zur Druckstab-Innenseite, entgegen der Stirn). Die Auszeichnung ist durch die Lage des Druckstabs eindeutig: die Stirn liegt talseitig (über das Trägerbauteil ragend), die Ferse firstseitig. Da β ≠ π/2 (geneigter Druckstab), sind Stirn- und Innenrichtung verschieden, also ê_innen eindeutig bestimmt. - Unabhängigkeit von der Versatzart. Die Ferse als Lage (1) ist bereits durch den geneigten Druckstab und das Trägerbauteil bestimmt und existiert auch dort, wo keine Schnittfläche an ihr sitzt (am Stirnversatz ist die Ferse nur die hintere Auslauf-Ecke, ohne eigene Druckfläche). Die Druckfläche an der Ferse entsteht erst bei art ∈ {FERSE, DOPPELT} und ist Gegenstand von hg_versatz.md. Dieser Eintrag bezeichnet die Lage; die Geometrie ist konservativ dorthin delegiert und wird nicht hier festgelegt — damit ist (1) frei von der Versatz-Geometrie eliminierbar. - Grenzfälle. Für β → π/2 (Druckstab nähert sich der Lotrechten zum Träger) fallen Stirn- und Innenrichtung gegen die Lotebene zusammen; die Lage-Auszeichnung wird singulär — das ist der von versatz ausgeschlossene entartete Fall (kein Versatz mehr). Für β → π (Druckstab fast parallel zum Träger) ist die Ferse weit firstwärts, geometrisch wohldefiniert, aber konstruktiv ungebräuchlich. Erläuterung (nicht normativ) Die Ferse als hintere Lage am Strebenfuß Der Fuß eines geneigten Druckstabs hat — in der anatomischen Körper-Metapher (vom menschlichen Fuß übertragen) — zwei ausgezeichnete Lagen: vorn/talseitig die Stirn (die über das Trägerbauteil ragende Spitze, an der die Stirnfläche sitzt) und hinten/innen die Ferse (die zurückliegende, firstwärtige Ecke). Belegt ist im DACH-Holzbau-Korpus allein dieses Paar Stirn ↔ Ferse als Lage-Achse am Versatz; das darüber hinaus oft vermutete reiche anatomische Wortfeld (Zehe, Backe, Wange, Spiegel, Rücken als Ferse-Gegenstücke) ist nicht quellenbelegt und wird hier bewusst nicht eingeführt. Die Etymologie (ahd. fersna „Hacke, hinterer Teil des Fußes/Strumpfes/Schuhs", DWDS/Pfeifer) motiviert die Metapher, trägt aber keine normative Definitionsaussage. Disambiguierung — „Ferse" ist über Verbindungstypen hinweg überladen Der eigentliche Gebrauchswert dieses Eintrags liegt im sauberen Trennen der mehreren Bedeutungen, die im Praxis-Korpus an „Ferse"/„heel" hängen. Sie sitzen in disjunkten Bearbeitungstypen: | Begriff | Gehört zu | Geometrie | Verweis | |---|---|---|---| | Ferse / Fersenversatz | versatz (art = FERSE) | Druckfläche rechtwinklig zur Strebe, δF = β − π/2 — geneigt, kein Lotschnitt | hgversatz.md | | „Brust(versatz)" | versatz (art = FERSE) | Synonym der Ferse (HG-arbitriert, Konflikt 6) | hg_versatz.md | | engl. „heel cut" / „plumb cut" | kerve (Birdsmouth) | der lotrechte Schnitt = Senkel (welt-vertikal) — heißt im DACH nie „Ferse" | hgsenkel.md, hgkerve.md | | „Ferserl" (österr./Wiener) | kerve | die ganze Kerve (Fach-Synonym, lexikografisch nicht belegt) | hg_kerve.md | Die drei Kern-Verwechslungen, die dieser Eintrag ausräumt: 1. „Ferse = senkrechter Schnitt" ist falsch (Konflikt B). Das ist ein importierter englischer Fehlschluss: heel cut/plumb cut ist im Birdsmouth-Kontext der lotrechte Schnitt, der im Deutschen Senkel heißt und zur Kerve gehört — nicht zum Versatz. Die Fersenversatz- Druckfläche ist geneigt (⊥ Strebe), nie lotrecht. 2. „Ferserl" ist nicht die Ferse (Konflikt D). Das österr./Wiener „Ferserl" meint die ganze Kerve, nicht eine Versatz-Lage; es ist in hg_kerve.md als Kerve-Synonym geführt, hier als falscher Freund abgelehnt. Im CH-Holzbau nicht einschlägig. 3. „Brust" ist die Ferse (Konflikt C), kein eigener dritter Versatz — bereits in hg_versatz.md arbitriert. Vorholz und Ausstiegskante Beim Fersenversatz liegt die tragende Druckfläche zur Ferse hin nach hinten/innen verschoben; die Vorholzlänge l_v (Scher-Trag-Länge im Träger) wird am Fersenversatz an der Fersen-Ausstiegskante gemessen (hgversatz.md, Parameter lv). Die Ferse benennt dabei die hintere Ecke; ob dort eine Schnittfläche sitzt (Fersenversatz, doppelter Versatz) oder nur eine Auslauf-Ecke (Stirnversatz), hängt vom Verbindungstyp ab. Beziehungen - Oberbegriff (versatz): Die Ferse lebt im Fach-Korpus nur gebunden im „Fersenversatz"; versatz ist ihre fachliche Heimat. Die Asymmetrie merkmal (struktureller Wert) ↔ oberbegriff: versatz (partitiv) ist in Konflikt A begründet. - Gegenstück (stirn, Forward-Verweis): Die Stirn ist die vordere/ talseitige Lage am selben Strebenfuß; Stirn ↔ Ferse ist das einzige korpus-belegte Lage-Paar am Versatz. „Stirn" hat keinen eigenen HG- Eintrag (im Versatz als Lage geführt, hg_versatz.md); der Forward- Verweis bezeichnet die Lage, nicht die Bauteilfläche. - Abgrenzung: - Versatz (versatz): trägt die Geometrie des Fersen- Ausschnitts (δ_F = β − π/2, Sohle ∥ Strebe, V-Werkzeugkörper); die Ferse ist die Lage, an der diese Geometrie sitzt — keine eigene geometrische Substanz. - Stirnseite (stirnseite): eine Bauteilfläche (Hirnholz, generisch) mit Trägerebene, Berandung und Außennormale. Die Ferse ist keine solche Fläche, sondern eine Lage innerhalb einer Bearbeitung. Die Stirnseite-Analogie zur Ferse ist widerlegt (kein Beleg für eine eigenständige „Fersenfläche"). - Kerve (kerve): andere Bearbeitung (Auflager-Einschnitt am Sparren auf der Pfette). Das österr. „Ferserl" meint die ganze Kerve, nicht die Ferse; der lotrechte Kerv-Schnitt heißt Senkel. - Senkel (senkel): der lotrechte Schnitt am Fuß eines geneigten Holzes (welt-vertikal). Das engl. heel cut/plumb cut ist Senkel, nicht Ferse — die Quelle der „Ferse=senkrecht"- Verwechslung (Konflikt B). - Bleischnitt (bleischnitt): der waagerechte Schnitt (welt-horizontal); engl. seat cut. Weder Ferse noch Senkel. - Anschnitt (anschnitt): allgemeine schräge Endausbildung; die Fersen-Druckfläche ist ein spezieller Anschnitt am Versatz, die Ferse selbst aber eine Lage, kein Anschnitt. Quellen Primär (normativ, gebunden): - DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08, NCI NA.12 „Zimmermannsmäßige Verbindungen" (Versatz ohne Typologie; „Ferse" nur gebunden im Fersenversatz). Paywall (DIN-Media); über hg_versatz.md und Sekundärbeschreibungen geführt [via: hg_versatz.md]. Sekundär: - Colling, F.: Holzbau – Grundlagen, Bemessungshilfen. Springer Vieweg, §8.5, Bild 8.15 „Fersen-/Rückversatz" (Druckfläche ⊥ Strebe, δ_F = β − π/2). Benennungs-Autorität der ⊥-Strebe-Geometrie als Fersenversatz. Print/Paywall [via: hg_versatz.md]. - Berner Fachhochschule / Stiftung Denkmalpflege: *Historische Holzverbindungen – Untersuchung des Trag- und Lastverformungsverhaltens.* Leitfaden 2016, §2.1–2.5 (S. 17–20): „Stirn-, Brust- und Fersenversatz"; „rechtwinkliger Schnitt an der Stirnseite" (= ⊥ Strebe). PDF frei, lokaler PDF-Lesepfad [direkt]. - Thesaurus Traditioneller Holzbau (TTH), RWTH Aachen: „Ferse" kein eigenes Lemma; nur „Fersenversatz" (ID 757, leerer Stub). thesaurus-traditioneller-holzbau.net, abgerufen 2026-06-03 [direkt]. Etymologie (nur Erläuterung/SG-Apparat, QUELLEN.md §5): - DWDS / Pfeifer, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, „Ferse" (ahd. fersna, germ. fersnō; „Hacke, hinterer Teil des Fußes/ Strumpfes/Schuhs"). dwds.de/wb/etymwb/Ferse, abgerufen 2026-06-03 [direkt]. - DWDS, „Ferserl": nur österr. Fußball-Ausdruck (Hackentrick); die Holzbau-Bedeutung „Ferserl = Kerve" ist lexikografisch nicht erfasst (Fach-Korpus-Sprache). dwds.de/wb/Ferserl, abgerufen 2026-06-03 [direkt]. Korpus (nicht autoritativ, Synonym-/Cross-Kontext-Sammlung): - Eurotec Anfängerlehrbuch Teil 3.3, deutscher-bauzeiger.de, zimmerer-treff.com: „Ferserl" als Kerve-Synonym (österr./Wiener; über hg_kerve.md geführt). - Wikipedia Birdsmouth joint (heel cut = plumb cut = lotrecht = Senkel; nicht Ferse). en.wikipedia.org/wiki/Birdsmouth_joint, abgerufen 2026-06-03.